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Ein kleiner Ausflug in die Geschichte der Kartoffel

Die Kartoffel (wissenschaftlicher Name Solanum tuberosum) gehört zur Gattung der Nachtschattengewächse.

Je nach Gegend nennt man sie u.a. auch Grumbeere, Erdapfel oder Knolle. Sie besteht aus Wasser und Stärke und enthält Eiweiß, Spurenelemente und verschiedene Vitamine. Sie ist daher als Nahrungsmittel bestens geeignet.

Bereits die Andenindianer der Nazca- und Mochekultur (200-800 n.Chr.) bauten Kartoffeln als ihr Hauptnahrungsmittel an. Schon vor der spanischen Eroberung wurden zahlreiche Sorten gezüchtet. Die Eroberer brachten die Kartoffel nach Spanien, wo sie in der Mitte des 16. Jahrhunderts erstmals angebaut wurde.
1588 kam die Kartoffel nach Deutschland; ihre Knolle wurde im Botanischen Garten in Frankfurt am Main eingepflanzt. Anfangs war nur die blühende Kartoffel interessant und wurde dementsprechend als Zierpflanze in fürstlichen Lustgärten verwendet.

Um 1600 war die Kartoffel an europäischen Höfen als Nahrungsmittel eingeführt und galt als Delikatesse. Erst Friedrich der Große erkannte ihren enormen Nutzen und ließ sie seit 1756 großflächig anbauen.

Ab 1757 wurde sie dann als Nahrungsmittel in Frankfurt eingeführt.

Wussten Sie schon, dass …

… drei bis vier gekochte Kartoffeln pro Tag die Hälfte des Vitamin C-Bedarfs decken?
… 200g gekochte Kartoffeln uns mit einem Viertel des Tagesbedarfs an Kalium      versorgen?
… die Kartoffel nur 0,2 % Fett in der Trockenmasse enthält und damit ein idealer      Begleiter bei einer Diät ist?

Literaturhinweise

"Kartoffel" von Lindsay und Patrick Mikanowski, Èdition Flammarion, Paris
ISBN 2-0802-1015-7

"Das große Kartoffelbuch" Michaele Scherenberg, Karl-Heinz Stier, Eichborn Verlag, Frankfurt, ISBN 3-8218-1754-2

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